Frei, unabhängig und an keine politische Partei gebunden, bringen wir uns seit 2002 im Stadtrat zum Wohle Garchings und seinen Bürgerinnen und Bürgern ein.

Unterstützen Sie uns bei folgenden Projekten für die Wahlperiode 2020-2026:

  • Bau eines privat finanzierten Familien- und Sportbades
  • Bezahlbaren Wohnraum für Garchinger schaffen
  • Aufwertung der Fußgängerzone und des Christkindlmarkts mit einer Eislaufbahn
  • Eingliederung Garchings in die M-Zone des MVV Geltungsbereichs
  • Einrichtung von Hol- und Bringzonen an den Schulen
  • Förderung des Kaufs von E-Bikes, Fahrrädern und Lastenfahrrädern
  • Gründung eines Familientreffpunkts mit geeigneten Räumlichkeiten
  • Sanierung und Ausbau von Spielplätzen
  • Verbesserung der Schulwegsicherheit durch Einrichtung von Hol- und Bringzonen an den Schulen zur Vermeidung der Anfahrt der Eltern (Elterntaxi) und Entzerrung des Verkehrs vor den Schulen
  • Verlängerung der Nachtbuslinie N40 von Kieferngarten nach Garching

Garching hat alle Voraussetzungen die Aufgaben der Zukunft zu meistern. Die Bürger für Garching wollen die Weichen für die Zukunft von Garching richtig stellen, um den Garchinger Bürgerinnen und Bürgern eine lebens- und liebenswerte Heimat zu bieten: Dazu gehören insbesondere aktive Vereine, umfassende Möglichkeiten der Kinderbetreuung, Sicherheit, Umsetzung der Energiewende, ein reichhaltiges Kulturleben, gute Verkehrsverbindungen und eine intakte Natur.

Der demographische Wandel der Gesellschaft muss positiv gestaltet werden, um für Jung und Alt eine kinder- und familienfreundliche Stadt zu schaffen, die auch ihre älteren Mitbürger mit Respekt behandelt. Weiterhin muss die Attraktivität des Gewerbestandortes Garching erhalten bleiben.

Bezahlbaren Wohnraum für Garchinger schaffen

Bereits im Kommunalwahlkampf 2014 war die Schaffung bezahlbaren Wohnraums die zentrale Wahlkampfforderung der Bürger für Garching. So haben wir bereits im Mai 2013 den Antrag für ein Einheimischenmodell und Wohnraum für sozial schwächere Bevölkerungsgruppen (SoBon) gestellt.

In den neuen Baugebieten soll bezahlbarer Wohnraum für Garchinger und Berufseinpendler geschaffen werden, wobei Familien mit Kindern zu bevorzugen sind. Darüber hinaus sollen auch private Kapitalanleger vergünstigte Wohnungen zur Vermietung erwerben können, wenn Sie den Preisvorteil an ihre Mieter weitergeben. Vorbild für eine sozial gerechte Bodennutzung könnte das “München Modell” sein, welches in der Stadt München seit 1994 praktiziert wird.

Ansatzpunkt für die Schaffung von sozial vergünstigtem Wohnraum ist eine Ermäßigung beim Grundstückspreis. Entweder stellt die Stadt Garching vergünstigte Baugrundstücke bereit oder verpflichtet durch einen städtebaulichen Vertrag private Eigentümer, Baugrundstücke zu unter dem Verkehrswert liegenden Preisen zu verkaufen. Der verbilligte Grundstückspreis soll voll an die Wohnungskäufer weitergegeben werden.

Der Verkauf der Wohnungen erfolgt an Selbstnutzer mit mittleren Einkommen, welche noch weitere Kriterien erfüllen müssen. Die Wohnung muss 20 Jahre selbst genutzt werden. Einem vorzeitigen Verkauf kann nur aus wichtigen Gründen und beim Weiterverkauf an Berechtigte zu den Gestehungskosten zugestimmt werden.

Des Weiteren unterstützen die Bürger für Garching den Genossenschaftsbau in Garching, insbesondere in dem Neubaugebiet der Kommunikationszone. Bei der Vergabe ist den Genossenschaften der Vorzug zu geben, die zum Ziel hat, für Garchinger Bürgerinnen und Bürger bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die Fläche für Genossenschaftsbau in der Kommunikationszone soll möglichst auf wenige Genossenschaften aufgeteilt werden, ebenfalls unter bevorzugter Vergabe an eine Garchinger Baugenossenschaft. Ferner soll die Stadt Garching Ihre Flächen dem Genossenschaftsbau im Erbbaurecht zur Verfügung zu stellen.

Verkehr und Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV)

Leitbild der Stadt Garching: “Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, um den KFZ-Verkehr innerhalb des Stadtgebietes zu reduzieren, indem wir die Verkehrsberuhigung forcieren, Fuß- und Radwege ausbauen, die Vernetzung aller Verkehrsmittel verbessern und die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs steigern.”

Fahrradstraßen sind flächendeckend im Stadtbereich anzulegen (z.B. im Angerlweg, Brunnenweg, Mühlgasse, Mühlfeldweg, Professor-Angermair-Ring). Die gemeindeübergreifenden Fahrradverbindungen sind auszubauen und zu verbessern. Zudem sollten wichtige Radwegeverbindungen bei Schneefall von der Stadt geräumt und der Kauf von Fahrrädern gefördert werden.

Die Hauptstraße ist zur Gemeindestraße herabzustufen und der Durchgangsverkehr auf die Ortsumgehung über Hochbrück zu führen. Zudem soll ein generelles Durchfahrtverbot für LKW über 7,5 t gelten. Entlang der Hauptstraße soll ein Fahrradschutzstreifen angelegt und die Überquerungshilfen durch Zebrastreifen ersetzt, bzw. ergänzt werden. Es wird eine Shared-Space-Zone um den Maibaum und Neuwirt angestrebt.

Der vierspurige Ausbau der B471 wird abgelehnt und favorisieren alternative Varianten (z.B. Untertunnelung). Zur Reduzierung der Parkflächen ist Car-Sharing zu fördern.

Garching soll Teil der M-Zone werden und ein Anrufsammeltaxi ist als sinnvolle Ergänzung der MVV-Buslinie am Abend und am Wochenende zu den Ortsteilen Dirnismaning und Hochbrück, sowie zu den Nachbargemeinden (Ringvernetzung) zu fördern. Eine Nachtbuslinie nach Garching ist einzurichten.

Der Norden von München entlang der U6 ist derzeit nur unzureichend mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Flughafen angeschlossen. Die direkte Strecke von Garching zum Flughafen beträgt ca. 15 km und der Flughafen sollte somit in ca. 20 Minuten von Garching mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Die Fahrzeit mit der U-Bahn vom Marienplatz zum Flughafen wäre damit entlang der U6 vergleichbar mit den Fahrzeiten der S1 bzw. S8. Bevor die Vision des Weiterbaus der U6 zum Flughafen aus wirtschaftlichen Gründen machbar ist, kommt als Alternative eine direkte Busverbindung mit Schnellbussen vom Forschungscampus zum Flughafen in Betracht.

Bau eines privat finanzierten Familien- und Sportbads

Als 2003 das kleine Lehrschwimmbecken in der Hauptschule aus technischen Gründen geschlossen werden musste, war an den Bau eines öffentliches Schwimmbades aus Kostengründen nicht zu denken. Die Investitionskosten von mindestens 10 Mio. € und ein jährliches Betriebskostendefizit von mindestens 0,5 Mio. € pro Jahr, ist aus dem Haushalt der Stadt Garching nicht zu finanzieren.

Ändern kann diese Situation ein privater Investor, der kein klassisches Hallenbad bauen will, sondern ein wirtschaftlich rentables Familien- und Sportbad mit großem Wellnessbereich und Saunalandschaft. Die Errichtung eines reinen Lehrschwimmbeckens für den Schwimmunterricht bleibt hingegen unrentabel, kann aber im Zuge eines Familien- und Sportbad kostengünstig mit realisiert werden. Zudem kann der Energiebedarf des Bades durch die Geothermie gedeckt werden und ggf. das geothermale Tiefenwasser als Thermalwasser für Anwendungen genutzt werden.

Ein attraktives Familien- und Sportbad mit Wellnessbereich und Saunalandschaft wird auch Publikum von Außen anziehen. Im neuen Flächennutzungsplan ist eine Fläche in der sog. Kommunikationszone für ein Hallenbad vorgesehen, welche sich durchaus auch für ein privat finanziertes Bad eignet. Einerseits kann dies leicht zu Fuß oder per Rad vom Garchinger Siedlungsgebiet erreicht werden, andererseits können Besucher von außen über den Forschungscampus mit der U-Bahn anfahren.

Eine Therme für Garching

Wie soll das Bad organisiert sein?

Zugang zum 25m Becken gegen niedrige Eintrittspreise, dagegen Zugang zum Familienbad, Wellness und Saunalandschaft gegen angemessene Eintrittspreise

Wer soll das bezahlen?

Bau und Betrieb sowie das ganze unternehmerische Risiko übernimmt ein privater Investor. Das Grundstück wird kostengünstig von der Stadt Garching zur Verfügung gestellt. Die Stadt Garching beteiligt sich an dem Betriebskostendefizit für das 25m Becken.

Wie soll das Verkehrsaufkommen gelenkt werden?

  • Garchinger zu Fuß oder per Fahrrad
  • Busverbindung bzw. Fußweg zur U-Bahn
  • PKW-Verkehr über die Autobahnausfahrt Nord

Kann die Geothermie genutzt werden?

Selbstverständlich und zudem kann die Wirtschaftlichkeit der EWG gesteigert werden. Das Geothermiewasser kann direkt oder aufbereitet als Thermalwasser für Anwendungen angeboten werden.

Bürgerbeteiligung, Bürgerhaushalt und mehr Transparenz

Transparenz in der Stadtpolitik erfordert umfassende Informationen und Beteiligung des Bürgers unter Nutzung technischer Möglichkeiten. Das vorhandene Informationsportal, welches über die Homepage der Stadt Garching erreicht werden kann, soll ausgebaut werden. Der Bürger soll neben der bisherigen Praxis die Möglichkeit erhalten, sich auch interaktiv über einzelne Themen zu informieren und zu diskutieren. Nicht-öffentliche Diskussionen sollen soweit wie möglich vermieden werden.

Der Bürger soll sich an dem politischen Prozess beteiligen können. Über eine im Internet einsehbare Problemlandkarte und einem Vorschlags-wesen können Anregungen und Beschwerden an die Verwaltung herangetragen werden. Der Bürgerhaushalt soll dem Bürger ohne politisches Mandat ermöglichen an der Erstellung und Umsetzung der Verteilung der öffentlichen Finanzen mit zu diskutieren und teilzunehmen. Wichtig ist, dass der Bürger die Möglichkeit erhält bei der Verteilung begrenzter Geldmittel Prioritäten zu setzen.

Zum besseren Verständnis der Haushaltssituation in Garching sollen sich die Bürgerinnen und Bürger ausführlich darüber informieren können und die Möglichkeit haben, aktiv an der Konsolidierung des Haushaltes mitzuwirken und Einsparpotentiale im Haushalt aufzuzeigen. Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung fließen in die politischen Beratungen ein. Der Bürger hat also die Möglichkeit, die politischen Beratungen und Entscheidungen durch Einbringen seiner Expertisen und Perspektiven zu beeinflussen. Zudem soll eine Mitbestimmung über Verwendung des Haushaltsbudgets für einzelne Projekte geschaffen werden. Da der Bürgerhaushalt lediglich ein beratendes Instrument ist, wird die Entscheidungshoheit des Stadtrates nicht angetastet.

Familie und Kinder

Garching ist eine Universitätsstadt mit viel internationalem Publikum. Bereits heute besuchen die Kindergärten und Schulen viele Kinder, welche zweisprachig aufwachsen. Noch nie war es so wichtig mehrere Sprachen – sowohl im beruflichen als auch im privaten Leben – zu beherrschen. Es ist daher nur konsequent, wenn auch Garching bilinguale Kindergärten und Schulen fördert und fordert.

Dem Antrag der Bürger für Garching, Angebote für eine Übernahme der Trägerschaft für eine zweisprachige Kindergartengruppe und für einen Naturkindergarten ab dem Kindergartenjahr 2013/14 einzuholen, hat die Verwaltung grundsätzlich entsprochen. Erfreulicherweise ist es der Stadtverwaltung in der letzten Wahlperiode gelungen, einen Träger für einen Naturkindergarten zu finden. Der bilinguale Kindergarten wartet noch auf seine Umsetzung.

Wir sind eine kinder- und familienfreundliche Stadt. Deswegen unterstützen wir die Gründung eines Familientreffpunktes mit geeigneten Räumlichkeiten. Das Angebot der Ganztagsschule muss auch auf die Grundschule Ost und in die Grundschule in Hochbrück ausgeweitet werden. Kinder sollten nicht ihre Schule wechseln müssen, um ein Ganztagsangebot wahrnehmen zu können.

Um einen besseren Überblick über den Betreuungsbedarf zu bekommen, hat der Stadtrat im Februar 2013 auf unseren Antrag einstimmig die Einführung eines zentralen Vormerksystem beschlossen. Die Stadtverwaltung hat das zentrale Vormerksystem zwischenzeitlich umgesetzt.

Unsere Kinderspielplätze müssen besser gepflegt und bei Bedarf saniert und ausgebaut werden.

Zur Verbesserung der Schulwegsicherheit sind Hol- und Bringzonen an den Schulen einzurichten, um die Anfahrt der Eltern (Elterntaxi) und Entzerrung des Verkehrs vor den Schulen zu vermeiden.

Integration und soziale Teilhabe

„Integration in Deutschland ist besser als ihr Ruf im Land.“

Migrationsforscher Prof. Dr. Klaus J. Bade

In dem weltweit bekannten Forschungsstandort Garching leben häufig viele internationale Wissenschaftler und deren Familien nur befristet. Zudem führt die Ansiedlung von internationalen Firmen und der fortschreitende Ausbau der TU München, welche eine der führenden technischen Universitäten in Europa ist, zu weiterem Zuzug von internationalem Publikum nach Garching. Die Folge sind zahlreiche multikulturelle Einflüsse in Garching, ohne dass die in der Tagespolitik diskutierten Integrationsprobleme in Garching zu Tage treten. Ein gleichberechtigtes und friedliches Zusammenleben von unterschiedlichsten Nationalitäten ist in Garching zum Glück seit vielen Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit.

Um ausländischen Mitbürgern die Orientierung in Garching zu erleichtern, sollte im Rathaus in der englischen Sprache Auskunft erteilt werden können und die Homepage der Stadt Garching in englischer Sprache Informationen speziell für Neubürger anbieten.

Der Integrationsbeirat der Stadt Garching sollte zudem als zentrale Interessenvertretung der ausländischen Mitbürger durch gewählte und nicht durch den Stadtrat bestimmte Vertreter gestärkt werden und damit mehr politisches Gewicht erhalten.

Jugend und junge Heranwachsende

Die Stärkung der Schulsozialarbeit, in Kooperation mit den Jugendfreizeitstätten, begleitet Jugendliche im Prozess des Erwachsenwerdens, unterstützt sie in einer für sie befriedigenden Lebensbewältigung, fördert ihre Kompetenzen zur Lösung von persönlichen und/oder sozialen Problemen und dient der Gewaltprävention. Durch verstärkte Zusammenarbeit von Schulen und Schülermitverwaltungen und den Jugendabteilungen der Garchinger Vereine und Sportverbänden werden gemeinsame Aktionen wie Zeltlager, Erlebnisfahrten, Streetball- und Beachvolleyballturnieren, Open-Air-Discos auch für nicht organisierte Jugendliche angeboten. Darüber hinaus wird die Jugendarbeit von Garchinger Vereinen und Einrichtungen über bisherige Mittelzuweisung hinaus gezielt gefördert – zum Beispiel durch Auslobung von Preisen für innovative und beispielhafte Jugendarbeit, welche die Gewinnung von Jugendlichen, die interkulturelle Arbeit oder den Abbau von Vorurteilen und Gewalt zum Ziel haben.

Sofern die Anlagen von Kleinfußballfeldern, Bolzplätzen und freien Sportstätten z.Z. nicht finanzierbar sind, werden die schulischen Anlagen dafür geöffnet; durch Beleuchtung dieser Anlagen können Jugendliche diese zudem länger nutzen. Die Skateranlage am See ist zu sanieren und ausbauen. Die Möglichkeit einer Surfwelle und einer Eislauffläche ist zu prüfen.

Das Open Air am Garchinger See wird erhalten. Performancekünstlern und anderen Talenten aus Garching und Umgebung wird ein kostenloses Podium geboten werden, vor Publikum zu singen, zu spielen, sich auszuprobieren und erste Bühnenerfahrungen zu machen, wobei die Mitmachkultur auch durch das Publikum im Vordergrund steht.

Der Jugendbeirat wird gewählt und nicht durch den Stadtrat bestimmt. Eine Aufgabe ist die Organisation niederschwelliger Freizeitangebote, wie z.B. Organisation von Ausflügen, Jugendkino im Rahmen des Kulturprogramms. Bei der von uns unterstützten Einrichtung eines Jugendbeirats sollte die Federführung bei den Jugendfreizeitheimen liegen und nicht bei den Jugendorganisationen der etablierten Parteien.

Kultur- und Vereinsleben

Die Stärkung der Vereine und des Ehrenamtes in der Stadt muss weiter gefördert werden. Die Förderung soll für alle örtlichen Vereine transparent und gerecht sein. Die Erhöhung der Zuschüsse an gemeinnützige Garchinger Vereine ist daher dringend erforderlich. Zur Verbesserung der Austausch­‐ und Kommunikationsmöglichkeiten sollte ein Vereinsforum ins Leben gerufen werden, in welchem sich die Verantwortlichen der Vereine regelmäßig treffen.

Das bestehende vielfältige Kulturangebot soll erhalten und insbesondere unter Einbeziehung der Garchinger Vereine ausgebaut werden. Die örtliche Kultur ist gleichwertig neben die “Profi”-Kultur zu stellen. Das Garchinger Kulturprogramm soll nicht nur der “eingekauften” Kultur zur Verfügung stehen, sondern ebenfalls die Kultur der örtlichen Vereine darstellen und damit fördern.

Senioren

Die Zahl der Senioren wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren auf ca. 20 Prozent der Garchinger Gesamtbevölkerung anwachsen. Ihre Erfahrungen und Kompetenzen werden bei der Weiterentwicklung der Stadt gebraucht. Wir wissen, dass diese Altersgruppe ihre vermehrte Freizeit verstärkt in gesellschaftliches Engagement einbringt, und so verwundert es nicht, dass eine Reihe der Stadtratskandidaten der Bürger für Garching bereits zur Gruppe der Älteren gehört. Die Stadt kann zwar nur die Rahmen- bedingungen für ein „aktives Alter“ schaffen, aber sie muss dafür auch den Anstoß geben, indem sie einen Überblick über die vorhandenen Angebote und Engagementmöglichkeiten schafft und die verschiedenen Anbieter und Angebote vernetzt und bei Bedarf neue Angebote initiiert.

Zentrale Interessenvertretung älterer Mitbürger soll eine aktive Seniorenvertretung sein, welche durch gewählte und nicht durch den Stadtrat bestimmte Vertreter besteht. Nur so ist gewährleistet, dass der Seniorenbeirat das notwendige politische Gewicht erhält. So wird zum Beispiel sichergestellt, dass bei der Ausweisung neuer Baugebiete die Bedürfnisse der Senioren auf preisgünstigen und barrierefreien Wohnraum berücksichtigt werden.

Konkret unterstützen die Bürger für Garching folgende Anliegen und Projekte für Senioren:

  • Das Projekt “Wohnen für Hilfe” bringt alte und junge Menschen zusammen. Vielfach leben in Garching ältere Menschen in geräumigen Wohnungen und Häusern alleine und benötigen Hilfe in Haus und Garten. Bezahlbarer Wohnraum für Studierende dagegen ist knapp. Bei dem Projekt “Wohnen für Hilfe” wird die Kaltmiete statt mit Geld mit Arbeitsstunden bezahlt. Pro Quadratmeter Wohnfläche wird beispielsweise eine Stunde Hilfe pro Monat geleistet.
  • Die Beratung im Falle von Pflegebedürftigkeit soll ausgebaut werden. Die Angehörigen brauchen im Ernstfall einen kompetenten Ansprechpartner, um sich umfassend über die Pflegemöglichkeiten informieren zu können.
  • Einrichtung eines ehrenamtlichen Fahrdienstes für Senioren mit einem Fahrzeug, welches auch für den Transport von Rollstühlen und Rollatoren geeignet ist, zur Nutzung von Einkaufsfahrten, Fahrten zu Fachärzten usw.
  • Wiedereinführung des Projektes „Essen auf Rädern“
  • Ansiedlung von Ärzten fehlender Fachrichtungen
  • Mehrgenerationenspielplatz bzw. Bewegungsparcour im Bürgerpark

Sport, Freizeit und Naherholung

Für die Freizeit und zur Erholung stehen im Stadtgebiet Garching große landschaftliche Naherholungsflächen, wie zum Beispiel die Isarauen oder Heide- und Waldflächen zur Verfügung. Zur Nutzung durch den Bürger ist das vorhandene Geh- und Radwegenetz zu verbessern und in Teilbereichen zu ergänzen. Im Einzelnen fordern wir folgende konkrete Projekte:

  • Die im Stadtgebiet verstreut liegenden Kinderspielplätze sind besser zu pflegen und bei Bedarf zu sanieren. Ein Nieder-Seil-Garten ist im Bürgerpark zu errichten
  • Der Biergarten am Mühlenpark soll erhalten und renoviert werden
  • Die Möglichkeit einer Surfwelle am Mühlenpark ist zu prüfen
  • Trimm-Dich-Pfad vom WHG in die Isarauen

Lärmintensive Freizeiteinrichtungen (z.B. Skateranlage) für Jugendliche und junge Heranwachsende sind am Garchinger See zu positionieren. Die Nutzung des Geländes durch gewerbliche Anbieter wird kritisch gesehen.

Umwelt und Ökologie

Für die Bürger von Garching hat Umwelt und Ökologie einen hohen Stellenwert. Wurde die Umweltsituation Garchings über viele Jahre hinweg dadurch geprägt, dass wir als Abfalleimer der Region galten und rundum mit Negativeinrichtungen überzogen wurden. So konnten auch infolge des Engagements der Bürgerinnen und Bürger weitere negative Einrichtungen, wie die Erweiterung der Mülldeponie oder der Standortübungsplatz abgewendet werden und es beginnt sich generell eine Aufwertung des Münchner Nordens abzuzeichnen. Andererseits kann nicht übersehen werden, dass wir durch die Bundesautobahn, dem Durchgangsverkehr der Bundesstraßen B 471 durch Hochbrück und der Staatsstraße durch Garching Siedlungsgebiet ganz massiven Umweltbelastungen ausgesetzt sind – verstärkt noch durch das zunehmende Überfliegen Garchings. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Belastungen reduziert werden und insbesondere die Staatsstraße zu einer Ortsstraße abgestuft wird. Der vierspurige Ausbau der B471 wird abgelehnt und favorisieren alternative Varianten (z.B. Untertunnelung).

Laut dem Garchinger Leitbild strebt die Stadt Garching an, eine Versorgung der Stadt ausschließlich mit erneuerbaren Energien zu erreichen. Dazu soll die Energieeinsparung, sowie die Energiegewinnung aus Geothermie, Solaranlagen und Biomasse gefördert werden. Das Ziel, bis zum Jahr 2021 die Siedlungs- und Gewerbegebiete der Stadt aus heimischen regenerativen Energiequellen und bis zum Jahr 2025 auch das Wissenschafts- und Forschungsgelände mit erneuerbaren Energien zu versorgen, wird in der kommenden Wahlperiode nicht erreicht werden. Auch wenn die Energiewende ins Stocken geraten ist, treten die Bürger für Garching für deren Umsetzung ein.

Unsere Ziele:

  • Nachhaltige Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen.
  • Nachhaltigkeit und ökologische Verträglichkeit aller Flächennutzungen durch Harmonisierung, sparsamen Flächenverbrauch und stadtökologische Standards in der Bauleitplanung.
  • Verringerung der Energie- und Rohstoffumsätze und Nutzung regenerativer Energien wie Geothermie, Solar und Windkraft.
  • Konsequenter Grundwasserschutz und Verbesserung der Umweltqualität in den Bereichen Luft und Lärm.
  • Sicherung von naturnahen Erholungsflächen und Landschaftsschutzgebieten.
  • Vernetzung der Biotopflächen und Sicherung des Garchinger Bachsystems.
  • Umweltberatung und Umweltbildung.

Vorgeschlagene Maßnahmen:

  • Freihalten der Flächen östlich der U-Bahn zu den Isarauen von jeglicher Bebauung.
  • Massive Aufforstung eines Waldstreifens entlang der Autobahn, wo dies wegen der Besiedlung oder geplanter Infrastruktur noch möglich ist zur Verbesserung der Luft und des Lärmschutzes.
  • Aufforstung eines Waldstreifens an der südlichen Gemeindegrenze Richtung Mülldeponie.
  • Freihalten einer Zone südlich des Schleißheimer Kanals von jeglicher Bebauung.
  • Fortführung der Umweltberatung von Wirtschaft, Gewerbe, Hausbesitzern und Mietern in Fragen von Abfallvermeidung, Energieeinsparung und regenerativer Energien durch das Umweltreferat.
  • Fortführung des Energiesparförderprogramms und Errichtung eines neuen Wertstoffhofes.
  • Einbeziehung von Umweltkosten in die kommunale Gebührenkalkulation.
  • Durchsetzung eines generellen Überflugverbots über den FRM II und schneller Umstieg auf LEU.
  • Naturnaher Erhalt der Heideflächen.
  • Sicherung des Erholungscharakters der Landschaft um den Garchinger See und des Geländes zwischen Schleißheimerstraße und Erholungsgelände.
  • Erhaltung der Grünfläche am südlichen Stadtrand.
  • Weitere Umsetzung des Gestaltungs- und Nutzungskonzepts für den Ortspark: Dieser sollte allen Garchinger Bürgern als Treffpunkt und zur Naherholung dienen ( z.B. Wege, Bänke, Spielplätze, See, Hügel, Forum für kulturelle Veranstaltungen usw. ), aber kein Rummelplatz werden.
  • Energetische Bestandserfassung kommunaler Liegenschaften
  • Blühstreifen am Straßenrand statt pflegeintensiver Blumeninseln

Volkshochschule und Realschule

Ein VHS-Neubau am Rathausplatz ist nach der derzeitigen Finanzplanung nicht vorgesehen und kann auf Grund der finanziellen Situation des Garchinger Haushaltes auch nicht versprochen werden. Vorstellbar ist aber, dass die dringend benötigten zusätzlichen Räumlichkeiten der Volkshochschule Nord in Garching über die Anmietung einer Immobilie gelöst werden kann. Sollte eine neue Immobilie zeitnah nicht realisiert werden können, ist das vorhandene VHS Gebäude zu sanieren und ein Eltern-Kind-Familien-Treff einzurichten.

Um das Schulangebot in Garching zu ergänzen, ist zu prüfen, ob die unteren Klassen der Ismaninger Realschule, welche von Garchinger Schülern besucht werden, nach Garching in die Räume des WHG verlagert werden können.

Wirtschaftsförderung und Handwerk

Garching hat flächenmäßig das größte Gewerbegebiet im Landkreis München, welches durch einen Branchenmix vom Handwerksbetrieb über Logistikunternehmen bis Dienstleistungs- und Hightech-Unternehmen geprägt ist. Ziel der Umstrukturierung des Gewerbegebietes muss sein, “belastende” Unternehmen im westlichen Teil mit entsprechend verkehrsgünstiger Erschließung auf die B13 und arbeitsplatzintensive Unternehmen im Osten mit optimaler Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr anzusiedeln. Weiterhin ist ein wettbewerbsfähiger Gewerbesteuersatz beizubehalten.

Klein- und Mittelbetriebe in Handwerk und Gewerbe, sowie innovative Existenzgründer sind bei Ansiedlung und Erweiterung zu fördern. Das ungeordnete Gebiet entlang der Staatsstraße nach Dirnismaning bietet sich als Mischgebiet an, um Handwerker und Gewerbehöfe anzusiedeln.

Der Dialog zwischen Bürgern, Verwaltung, Stadtrat, Wirtschaft und Forschung ist zu stärken durch Errichtung eines Wirschaftsforums, dass den Dialog zwischen den einzelnen Interessengruppen ermöglicht.

Last but not least: Garchinger Haushalt für Zukunftsprojekte nutzen

Die finanzielle Situation der Stadt Garching hat sich in den letzten Jahren entspannt. Nichtsdestotrotz konnten neben der notwendigen Sanierung des Bürgerhauses, die Projekte Sanierung der Grundschule Ost, Neubau einer Grundschule in der Kommunikationszone, sowie der Neubau des Feuerwehrhauses an der B471 alt nicht umgesetzt werden. Ganz zu schweigen von wünschenswerten Projekten, wie Neubau der VHS oder ein Schwimmbad für Garching. Die Projekte für die kommende Wahlperiode können nur bei äußerster Kostendisziplin umgesetzt werden. Kostensteigerungen von 50% und mehr bei einzelnen Projekten sind zu unterbinden.


Norbert Fröhler

Ich war von 2002 bis 2015 Stadtrat und informiere Sie in meinen Beiträgen über kommunalpolitische Themen aus der Stadt Garching b. München, die mir wichtig sind. Nach einer 5-jährigen politischen Auszeit nehme ich gerne die Herausforderung an, Erster Bürgermeister von Garching zu werden.

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.