Umwelt

Ausblick

Wurde die Umweltsituation Garchings über viele Jahre hinweg dadurch geprägt, dass wir als Abfalleimer der Region galten und rundum mit Negativeinrichtungen überzogen wurden, so konnten doch, auch infolge des Engagements der Bürgerinnen und Bürger, weitere negative Einrichtungen wie die Erweiterung der Mülldeponie oder der Standortübungsplatz abgewendet werden und es beginnt sich generell eine Aufwertung des Münchner Nordens abzuzeichnen.

Andererseits kann nicht übersehen werden, dass wir durch die Bundesautobahn und den Durchgangsverkehr auf den Bundesstraßen B 11 und B 471 ganz massiven Umweltbelastungen ausgesetzt sind, verstärkt noch durch das zunehmende Überfliegen Garchings. Einige Gewerbebetriebe in Hochbrück belasten die Umwelt zusätzlich; zudem ist dort ein Biomasse-Heizkraftwerk geplant, das weit über den Bedarf Garchings hinausgeht und dessen Brennstoffe noch nicht festgelegt sind. Gefährliche Synergieeffekte sind noch weitgehend unerforscht.

Ziele

  • Nachhaltige Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen.
  • Nachhaltigkeit und ökologische Verträglichkeit aller Flächennutzungen durch Harmonisierung, sparsamen Flächenverbrauch und stadtökologische Standards in der Bauleitplanung.
  • Verringerung der Energie- und Rohstoffumsätze und Nutzung regenerativer Energien wie Geothermie.
  • Konsequenter Grundwasserschutz und Verbesserung der Umweltqualität in den Bereichen Luft und Lärm.
  • Sicherung von naturnahen Erholungsflächen und Landschaftsschutzgebieten.
  • Vernetzung der Biotopflächen und Sicherung des Garchinger Bachsystems.
  • Umweltberatung und Umweltbildung.

Maßnahmen

  • Freihalten der Flächen östlich der U-Bahn zu den Isarauen von jeglicher Bebauung.
  • Massive Aufforstung eines Waldstreifens entlang der Autobahn, wo dies wegen der Besiedlung oder geplanter Infrastruktur noch möglich ist zur Verbesserung der Luft und des Lärmschutzes.
  • Aufforstung eines Waldstreifens an der südlichen Gemeindegrenze Richtung Mülldeponie.
  • Freihalten einer Zone beiderseits des Schleißheimer Kanals von jeglicher Bebauung.
  • Fortführung der Umweltberatung von Wirtschaft, Gewerbe, Hausbesitzern und Mietern in Fragen von Abfallvermeidung, Energieeinsparung und regenerativer Energien durch das Umweltreferat.
  • Fortführung des Energiesparförderprogramms und Errichtung eines Wertstoffhofes.
  • Einbeziehung von Umweltkosten in die kommunale Gebührenkalkulation.
  • Durchsetzung eines generellen Überflugverbots über den FRM II und schneller Umstieg auf LEU.
  • Naturnaher Erhalt der Heideflächen.
  • Sicherung des Erholungscharakters der Landschaft um den Garchinger See und des Geländes zwischen Schleißheimerstraße und Erholungsgelände.
  • Erhaltung der Grünfläche am südlichen Stadtrand.
  • Erarbeitung und Umsetzung eines Gestaltungs- und Nutzungskonzepts für einen Ortspark: Dieser sollte sich trompetenförmig erstrecken vom Ortskern, über Brunnenweg bis zu den Isarauen, von der Lindenallee bis zur U-Bahntrasse. Der Ortspark sollte von der Altenwohnanlage aus gut zu Fuß erreichbar sein und allen Garchinger Bürgern als Treffpunkt und zur Naherholung dienen ( z.B. Wege, Bänke, Spielplätze, See, Hügel, Forum für kulturelle Veranstaltungen usw. ).
  • Realisierung des Geothermieprojekts mit ergänzender Hackschnitzelheizung, zur umweltfreundlichen Wärmeversorgung möglichst vieler Haushalte in Garching und Hochbrück, als kommunale Aufgabe.

 

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