Kultur und Begegnung

Ausblick

Kultur und Kulturpolitik haben für uns einen hohen Stellenwert.

Kultur hat eine unterhaltende, bildende, kritische und vermittelnde Funktion und bringt Menschen unterschiedlicher Auffassungen, Nationalitäten und Lebensstile zusammen.

Sie fördert das friedliche Zusammenleben in Vielfalt und ermöglicht gleichzeitig Identifikation.

Daher ist für uns Kultur, ähnlich wie Bildung, kein Luxus, den sich eine Stadt in wirtschaftlich guten Zeiten leisten kann, in wirtschaftlich schlechten aber nicht, sondern Plattform für gesellschaftlichen Dialog und Integration und in diesem Sinne auch vorausschauende Sozialpolitik.

Kultur hat ihre spezifischen Orte des Erlebens und diese oftmals ihr eigenes Publikum und bedarf daher auch einer ständigen Neuinterpretation und Reflexion, um nicht neue Bewegungen und Gruppen auszuschließen.

„Kultur für die Sinne“ bedeutet für uns nicht nur, etwas vorgesetzt zu bekommen zum Hören, Sehen und Schmecken, sondern auch zu schauen und zu horchen, was die Bedürfnisse derer sind, die nicht da sind, bedeutet hin und wieder einen Perspektivenwechsel vorzunehmen: Nicht nur die Menschen kommen zur Kultur, sondern die Kultur kommt auch zu den Menschen, lässt sie daran teilhaben, mitmachen und auch selbst gestalten.

Garching hat ein reichhaltiges kulturelles Angebot und einen zentralen Ort für dessen Darbietung, das Bürgerhaus; das ist gut so und soll auch so bleiben, zeigt aber auch ein Problem auf: Kultur wird noch zu sehr als Darbietung und Großveranstaltung meist immer am gleichen Ort und z.T. mit den gleichen Besuchern verstanden. Und wenn die Veranstaltung aus ist, gehen alle heim!

In Entwicklung ist eine kleinteilige, dezentrale Mitmachkultur als Orte der Begegnung für alle Generationen und Schichten.

Diese möchten wir vor allem zusätzlich fördern.

Ziele

  • Förderung eines breitgefächertes Bildungs- und Kulturangebots für alle Schichten, Generationen und Nationalitäten als Begegnugsmöglichkeiten für Dialog, Integration und Identifikation.
  • Förderung einer kleinteiligen, dezentralen Mitmachkultur vor allem auch für Jugendliche
  • Öffnung des Kulturangebots für neue Gruppen
  • Verstärkung intergenerativer und interkultureller Angebote
  • Mehrfachnutzung vorhandener Räumlichkeiten
  • Erschließung alternativer Finanzquellen und Kultursponsoring

Maßnahmen

  • Unterstützung der Stadtbibliothek beim Ausbau ihrer Angebotsformen der Begegnung mit Literatur, Kunst, Kultur für Kinder, Jugendliche, ältere Menschen und ausländische Mitbürger im Sinne eines interkulturellen Dialogs. Sie nutzt ihren hervorragenden Ruf für die Durchführung und Finanzierung entsprechender Modellprojekte.
  • Gleiches gilt für die Musikschule Garching.
  • Förderung der VHS, als wohl bedeutendster Ort von Lernen, Kultur und Begegnung, um intergenerative und interkulturelle Ansätze; sie nutzt dafür auch dezentrale Orte wie z.B. Jugendbürgerhäuser, Musikschule, Römerhof, Altenwohnanlage und Forschungsgelände.
  • Die kulturell tätigen Garchinger Vereine und Einrichtungen präsentieren ihre verschiedenen Angebote in einem „Markt der Möglichkeiten“ einer breiten Öffentlichkeit ( und nicht nur beim Straßenfest ) und werden bei der Belegung von Räumen und bei stadteigenen Veranstaltungen als Mitgestalter bevorzugt.
  • Soweit gastronomische Einrichtungen durch innovative Angebote einen Beitrag zum kulturellen Erleben und Begegnen leisten, werden diese Angebote anteilig gefördert bzw. mit beworben.
  • Die kulturellen Angebote auf dem Forschungsgelände werden einem breiten Publikum zugänglich gemacht und zum sollen z.T. auch im Garchinger Kernbereich stattfinden, um so die Begegnung von „Garching“ und „Universität“ zu beleben.
  • Im Zuge der Ausweisung neuer Baugebiete oder bei Umwidmung von Altbeständen sind nicht nur Vorbehaltsflächen für die kommunale Infrastruktur und Versorgung einzuplanen, sondern z.B. auch öffentlich zugängliche überdachte Flächen und geeignete Räumlichkeiten für informelle Treffs und Begegnung, z.B. Jugendcafe, Studentenkneipe, bei denen Aufenthalt auch ohne Verzehr möglich ist.
  • Ausweitung der Jugendkultur.
  • Skulpturenpark am Rathausplatz.
  • Nutzung der „Zentralen Mitte“ auf dem Hochschul- und Forschungsgelände für kulturelle Aktivitäten unter freiem Himmel.
  • Um die kulturellen Aktivitäten zu koordinieren, zu bündeln, für die verschiedenen Zielgruppen zu schärfen, aber auch um die vorhandenen Potenziale zu fördern und Kultursponsoring aktiv zu betreiben, wird dem Kulturamt ein Beirat, bestehend aus Vertretern von VHS, Bibliothek, Musikschule, Gastronomie, Jugendbürgerhaus, Garchinger Vereinen bzw. kulturellen Einrichtungen, zugestellt.
  • Diese erarbeiten ein gemeinsames Programm zur Verteilung an alle Garchinger Haushalte und loben jährlich einen Kulturpreis an eine Garchinger Einrichtung für den gelungensten Beitrag zur kulturellen Begegnung aus.

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