Maßlose Energieverschwendung beim Neubau des WHG

Viele Garchinger Bürgerinnen und Bürger kritisieren, warum das 40 Jahre alte Gymnasium weggerissen und nicht saniert wurde. Die politischen Querelen und die derzeitige Konstellation im Garchinger Stadtrat haben leider zum jetzigen Ergebnis geführt.

WHG-Abriss.1140x395Auch wenn jetzt Fakten geschaffen sind und nichts mehr rückgängig gemacht werden kann, sei eine Nachbetrachtung erlaubt, um für andere Projekte in der Zukunft zu lernen:

Die Parteien zitieren jetzt – im Wahlkampf – so gerne aus dem so hoch gepriesenen und mit vielen Fachleuten erarbeiteten integrierten Klimaschutzkonzept, dem man sich unterwerfen will. Aber passt der Neubau des Werner-Heisenberg-Gymnasiums (WHG) und Klimaschutz überhaupt zusammen? Ist der Begriff ganzheitliche Ökobilanzierung mit dem Neubau und dem Abriss des WHG überhaupt betrachtet worden.

Ich meine NEIN!

Statisch war der Schulbau mit seiner Baukonstruktion tragender Teile in keiner Weise zu beanstanden. Und so wurden beim Abriss abertausende von Kubikmeter Betonelemente geschreddert und viele tausende Tonnen von eingebautem Stahl demontiert. Dazu geht voraus ein riesiger Energieaufwand für das Herstellen von Zement, Beton, Stahl und sonstiger Zuschlagstoffe. Zur Erstellung des neuen Bauwerkes brauchte es dann wieder einen großen Energieaufwand für Baustoffe und deren Verarbeitung zu neuen Bauelementen.

Eine ökologisch unverantwortliche Vorgehensweise im Bezug auf unsere Klimaschutz- und der Energieeinsparungsziele. Der Begriff Energievermeidung ist eigentlich das „Erste Gebot“ in unserem Klimaschutzkonzept und zwingend zu berücksichtigen.

Kosten wurden zudem nicht gescheut, (s)ein Prestigeobjekt vorzuzeigen zu können. Koste es was es wolle. Dass damit die Haushaltslage der Kommune sehr strapaziert wird, interessierte die Verantwortlichen nicht. Dafür steht ja der Steuerzahler, also wir alle, gerade.

Steuerverschwender haben im Gegensatz zu den Steuerhinterziehern nichts zu befürchten.

Wie schade.