Garchinger Vereine werden wieder im Monatskalender des Kulturprogramms aufgenommen

Seit zwei Jahren war den Garchinger Vereinen der Zugang zum Kulturprogramm verwehrt. Da die Printmedien der Stadt Garching ein neues Erscheinungsbild haben und es klar definierte Vorgaben gab, um in der Öffentlichkeit einen wiedererkennbaren Auftritt zu gewährleisten, wurde kurzerhand von der Stadtverwaltung der bewährte Kulturkalender aus dem Heft verbannt. Der Monatskalender in der Mitte dieses Heftes, in dem auch die Garchinger Vereine die Möglichkeit hatten, auf eigene Veranstaltungen hinzuweisen, sei nach Auffassung des Kulturreferenten mit dem neuen Erscheinungsbild nicht mehr vereinbar. Den Vereinen stand lediglich die Möglichkeit zur Verfügung gegen Entgelt eigene Anzeigen zu schalten.

Diesen Mißstand hat der Haupt- und Finanzausschusses in seiner Sitzung vom 08.10.2013 abgestellt, indem er beschloss den Monatskalender wieder aufzunehmen und den Garchingern Vereinen kostenlos für Veranstaltungshinweisen zur Verfügung zu stellen.

Damit ist die Forderung der Bürger für Garching zur mehr Förderung der örtlichen Vereine teilweise erfüllt. Die örtliche Kultur ist gleichwertig neben der “Profi”-Kultur zu stellen. Das Garchinger Kulturprogramm soll nicht nur der “eingekauften” Kultur zur Verfügung stehen, sondern ebenfalls die Kultur der örtlichen Vereine darstellen und damit fördern. Dieser weitergehenden Forderung der Bürger für Garching folgte der Haupt- und Finanzausschuss leider nicht.

Anhebung der Fördergelder für die Vereine wird geprüft

Zurückgestellt wurde Antrag der Bürger für Garching die Fördergelder für alle Vereine anzuheben. Hierzu soll zunächst ein Konzept zur Vereinsförderung und den entsprechenden Richtlinien von der Verwaltung erarbeitet werden. Die Erhöhung der Fördergelder lässt die Vereinszuschüsse von derzeit ca. 20.000 € auf ca. 47.000 € steigen. Befremdlich ist in diesem Zusammenhang die Drohung der Verwaltung künftig die Nutzung des Bürgerhauses und anderer Räume analog zur Dreifachturnhalle gebührenpflichtig zu gestalten.

Verkauf von Theater- und Konzertkarten über das Internet weiter mit extra Servicekosten

Nach Auskunft des Kulturreferats stieg der Umsatz des Verkaufs von Theater- und Konzertkarten über das Internet im Jahre 2011 von € 5.140 auf € 27.720 im Jahre 2012 mit weiter steigender Tendenz. Neu ist das print@home-Verfahren, mit welchem die Tickets selbst ausgedruckt werden und das Ticket durch einen Strichcode bei der Einlasskontrolle sicher identifiziert und automatisch entwertet wird. Die Servicekosten hierfür betragen lediglich 1,00 € pro Bestellvorgang. Nach Beschluss der Haupt- und Finanzausschusses sollen beim Internetverkauf auch weiterhin diese Extrakosten anfallen.

Irrig sind die Ausführungen in der Beschlussvorlage, weshalb die Kosten nach Auffassung der Verwaltung für das Online-Ticketing eine gerechte Lösung darstellen: “Besucher, die sich beim Kartenvorverkauf persönlich ins Rathaus bemühen, verbrauchen Zeit und Geld (Fahrtkosten), die Personengruppe, die online bestellt, erledigt den Ticketkauf bequem von zu Hause aus. Die meisten Online-Nutzer sind ohnehin keine Garchinger. Die Garchinger Bürger kommen in der Regel gerne in die Vorverkaufsstelle im Rathaus, nicht zuletzt der persönlichen Beratung wegen.

Wirtschaftlich betrachtet, verursacht der Besucher, der zum Kartenkauf persönlich ins Rathaus kommt, ebenfalls Kosten durch Nutzung der persönlichen Beratung durch die Mitarbeiter des Kulturreferats. Es ist daher nicht nachvollziehbar, weshalb diese Kosten im Kartenpreis inkludiert sind und beim Internetverkauf der Service extra abgerechnet wird. Zudem ist zu erwarten, dass im Falle des Verzichts, die Servicekosten dem Kunden extra in Rechnung zu stellen, der Verkauf über das Internet und damit die Besucherzahlen weiter gesteigert werden kann. Selbst wenn es lediglich zu einer Verlagerung der Einkaufsgewohnheit der Besucher kommt, ist anzunehmen, dass die Kosten für die persönliche Beratung durch die Mitarbeiter des Kulturreferats pro Bestellvorgang höher liegen als 1,00 €. Die Verwaltung schlägt somit hier vor, die unwirtschaftliche Haushaltsführung beizubehalten.