Biergärten am Mühlenpark und Maibaumplatz – einer ist zuviel!

(c) Foto von Heike Steuer, Garching
(c) Foto von Heike Steuer, foto-einsichten.de

Unser Biergarten am Mühlenpark hat im Jahre 2012 Platz 3 beim Wettbewerb „Mein Lieblings-Biergarten 2012“ belegt. Und zu recht! Unser Biergarten ist an einem idyllischen Ort direkt am Mühlbach und dem Mühlenrad gelegen. Trotz seiner Größe von immerhin 650 Plätzen bietet er eine heimelige Atmosphäre und ist familiär geführt. Schade ist, dass insbesondere der Kinderspielbereich wenig bietet. Die Stadt Garching als Eigentümer ist aufgefordert, hier eine attraktive Spielzone für die Kinder zu schaffen. Der Biergarten am Mühlenpark ist insbesondere für die Garchinger zu Fuß und mit dem Fahrrad über die wunderbare Lindenallee gut zu erreichen. Eine Zufahrt für Autos gibt es nicht!

Dies ist ein großer Unterschied zu dem geplanten Biergarten am Maibaumplatz. Hier ist zu befürchten, dass viele Auswärtige die verkehrsgünstige Lage des Biergartens nutzen und mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln kommen. Dies ist dem Stadtrat bewusst und von der Mehrheit gewollt. In der neuen Wirtschaft seien später wohl „so viele Münchner, dass für Garchinger kaum noch Platz ist“ (Aussage von SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Joachim Krause im Münchner Merkur).

Biergartenbetrieb bedeutet auch erhöhte Lärmbelästigungen für die Nachbarschaft an warmen Sommerabenden. Zu befürchten ist auch, dass ein offener Bierausschank ohne Sitzplatzpflicht die „Jugendparty“ auf dem Maibaumplatz geradezu befeuert. Hat die Stadtverwaltung im Jahr 2009 noch einen privaten Sicherheitsdienst wegen der angespannten Situation auf dem Maibaumplatz mit Jugendlichen beauftragt (vgl. Münchner Merkur), scheint dieses Problem nun völlig verdrängt zu werden.

Da wir bereits einen sehr gut angenommen Biergarten haben, setze ich mich für den Erhalt des bestehenden Biergarten am Mühlenpark ein und lehne die Errichtung eines weitern Biergarten am Maibaumplatz ab. Ganz abgesehen davon, dass die Stadt Garching einen Biergarten nicht zu verschenken hat.

Norbert Fröhler
Stadtrat