Leserbrief von Harry Kirchner zum Artikel vom 28. Mai 2024 von Sabina Brosch
Wo war in Garching in den letzten Jahrzehnten nicht schon einmal ein Bierzelt im Rahmen der Bürgerwoche gestanden. Dort wo heute ein Studentenwohnheim steht, auf dem Sportgelände des VfR Garching, auf dem Parkplatz am Garchinger See und noch anderen Stellen. Soweit ich mich erinnere, hieß es immer, dass sich ein Bierzelt in Garching nicht lohne. Selbst hochkarätige Bands füllten das Bierzelt nicht. Zwischendurch wurde der Bierzeltbetrieb von der Bürgermeisterin Gabor ganz abgeschafft.
Seit 2018 wird das Bierzelt am ersten Juliwochenende auf der sogenannten Multifunktionsfläche im Bürgerpark aufgebaut. Nun lese ich wieder, dass dort auch nicht der geeignete Ort ist, sondern dieser Festplatz Wirte abschreckt. Damit sich der Festzeltbetrieb für einen Festwirt lohnt muss die Fläche dringend erweitert werden, damit Fahrgeschäfte, Schaustellerbetriebe und Wohnwagen für die Beschäftigen untergebracht werden können. Wurde auch an Parkplätze für die vermeintlich 1200 Besucher gedacht.
Dafür soll einfach die Fläche okkupiert werden, die für Sport- und Freizeitanlagen für die Jugend vorgesehen sind. Für die dort geplanten Skatebowl,- Streetball- und Bolzplatzanlage, liegt der vom Landratsamt genehmigte Plan eines Landschaftsarchitekturbüros vor, incl. imissionsschutzrechtlicher Genehmigung. Es ist daher nicht möglich diese Anlage einfach an einer anderen Stelle des Bürgerparks zu errichten.
Ob dies im Sinne der Garchinger Bürge ist, die in zwei Bürgerforen diesen Bürgerparkt mit generationsübergreifenden Freizeit- und Sportanlagen mit geplant haben, bezweifle ich. Fast 10 % der Fläche dieses Naherholungsgebietes werden dauerhaft der Nutzung für einen 4-5-tägigen Festzeltbetrieb geopfert und die Jugendlichen von Garching erneut vertröstet.
Auch ich gehe gerne in ein Bierzelt, bezweifle aber, dass diese geplante Maßnahme die richtige ist. Und der Höhepunkt der Bürgerwoche in Garching ist und bleibt für mich das seit Jahrzehnten etablierte Straßenfest, das ja bereits eine Woche später im Juli stattfindet.
Harry Kirchner
Was nichts kostet, ist nichts wert! Ist es uns das wert?
Leserbrief vom 16. Juli 2026 von Sepp Koch
Neues Feuerwehrhaus…, Stadion am See…, Gastronomie im Bürgerhaus…
Die Kosten steigen und eine Fertigstellung ist nur schwer absehbar. Deshalb brauchen wir dringend einen Kostenmanager!
Auf der anderen Seite geht es auch um kleinere Beträge:
5 Tage Festzeltbetrieb kosten der Stadt geschätzte 150.000 € (Freibier und Essen für Teilnehmer beim Einzug und Umzug; Seniorennachmittag. Feuerwerk, Laser- oder Drohnenshow. Bimmelbahn, BRK, Musikkapellen usw.)
Ich hoffe, die genauen Zahlen werden wenigstens dem Stadtrat vorgelegt.
Und dann ist das Festzelt tagsüber fast leer, abends zu einem Drittel oder halb gefüllt und nur selten voll. Aber der Festzeltbetrieb soll noch größer werden? Vielleicht, weil wir bald 30 Stadträte haben werden?
Gleichzeitig sind Bürgerplatz, Rathausplatz und Bürgerhaus leer. Und 4 Tage später beginnt das Straßenfest. Und dann ist es dort wieder randvoll. Vielleicht zu voll, weil viele Stände auch „ohne Garching Bezug“dort sind?
Wäre hier eine bessere zeitliche und örtliche Abstimmung möglich und sinnvoll?
Und zugleich könnten Kosten gespart werden, z.B. für das Bürgerbudget oder den kostenlosen Busverkehr in Garching. So hätten alle was davon!
Doch die Planungen gehen offensichtlich in eine andere Richtung: Der Festzeltbetrieb soll erweitert werden; flächenmäßig, für 5 Tage, oder mehr?
D.h. Das Defizit soll nicht nur größer werden, sondern das Gestaltungskonzept des Bürgerparks als Naherholungs- und Multifunktionssportplatz würde ad absurdum geführt. Statt ökologisch aufgewerteter Fläche, Feiermeile….
Will das eine Mehrheit der Garchinger Bevölkerung oder wollen das nur einige Stadträte von CSU und UG?
Ein Bürgerentscheid, eingeleitet durch ein Ratsbegehren, sollte hier Klarheit bringen!
15.7.2026 Dr. Sepp Koch
Festzeltplätze im Münchner Norden
Fotos von Norbert Fröhler,
aufgenommen im Jahr 2024











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