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Bürger für Garching – Vorschläge zum Stadtpark
Wir begrüßen, dass die Stadt Garching jetzt im Besitz eines Grundstücks ist, auf dem ein Stadtpark errichtet werden soll und damit unserer politischen Forderung endlich Rechnung getragen wird. Deshalb bringen wir auch gerne unsere Wünsche und Vorschläge zur Gestaltung und Nutzung dieses Parks mit ein.
Ziele, die der Stadtpark erfüllen soll:
Er sollte ein sichtbares Bindeglied zwischen Stadt und Natur sein, auf vorhandene Grün-, Freiflächen und Bachläufe Bezug nehmen, diese einbinden und fortführen, Lücken im Grüngürtel schließen und durch eine Grünachse mit der Stadt, dem Zentrum, quasi als Wegweiser, verbunden sein.
Er soll ein naturbezogener Grün-, Frei-, Erholungs-, Begegnungs- und Erlebnisraum für Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen sein.
Dabei gilt: Je kleiner die Fläche, desto weniger Nutzungen werden möglich sein und manche schließen sich bei der jetzigen Größe gegenseitig aus.
Einige inhaltliche Vorschläge:
Relativ mittig sollte ein Hügel angelegt werden, der so hoch ist, dass man Richtung Süden das Alpen- panorama sehen kann ( ca. 10 m ). Oben sollten natürlich Bänke zum Rundblick und Verweilen einladen. Ein flach ansteigender Weg sollte auch Gehbehinderten den Weg zum „Gipfel“ ermöglichen.
Der Hügel sollte nach Norden etwas steiler abfallen mit einer baumfreien Schneise, die im Winter als Rodelbahn benutzt werden könnte.
Nach Süden etwas flacher abfallend könnte eine Seilschwebebahn ( vgl. Schuttberg ) angelegt werden. Im Nordosten ein Teich bzw. See mit Beach-Vollyball-Feld.
Nach Westen ausgerichtet könnte der Hügel terrassiert sein als Sitz- und Stehflächen für eine Freilichtbühne bzw. für Kulturveranstaltungen.
Auf der Vorfläche Richtung Westen sollte eine Freispielfläche/Wiese und Richtung Süden z.B. eine Boccia Bahn angelegt sein.
Durchzogen sollte der Park mit Wegen und Bachläufen und ausreichend Bänken sein.
Die Auswahl der Bepflanzung sollte nach ökologischen Standards und im Hinblick auf den Klimawandel erfolgen und eine jahrezeitliche Orientierung ermöglichen
Für eine ausreichende Beleuchtung ist zu sorgen.
Ein Fahrradabstellplatz ist vorzusehen; ansonsten sollte der Park, zumindest im Bereich des Hügels, für Radfahrer gesperrt sein
Ob man einen Abenteuerspielplatz, einen Kinderspielplatz ( ist ganz in der Nähe ), ein Kalt- und Warmwasser Tretbecken ( würde sich bei der Geothermie anbieten ), einen Trimm-Dich-Pfad, oder eine Hunde Freilauffläche ( ansonsten ist der Park für freilaufende Hunde gesperrt ) einplant, ist wegen der kleinen Fläche im ersten Bauabschnitt und hoher Unterhalts- bzw. Reinigungskosten gut zu überlegen.
Richtung Altenwohnanlage, Betreutem Wohnen und Pflegeheim bzw. bei Erweiterung des Parks zur Lindenallee hin, könnte in Kooperation mit genannten Einrichtungen ein sog. „Sinnesgarten“ für Menschen mit Mobilitäts- und Sinneseinschränkungen errichtet werden.
Kosten und Sponsoring:
Angesichts der aktuellen finanziellen Situation sollte die Stadt beim Geldausgeben sehr zurückhaltend sein.
So wie die Bürger jetzt in die Gestaltung eingebunden werden, sollten sie sich auch über Sponsoring und Stiftungen an der Finanzierung beteiligen können.
Erst dann wird der Park zu einem Park, mit dem sich die Bürger identifizieren.
Dazu ein paar Vorschläge:
Garchinger Firmen, Institute, Vereine und Privatpersonen können z.B. Bäume und Bänke stiften bzw. auch Patenschaften für Wege, Plätze und Wasserläufe übernehmen.
Die TU (Weihenstephan ) könnte einen Teil der Bepflanzung ( für Forschungszwecke ) übernehmen.
Bei Trauungen und Geburten könnte die Stadt den Erwerb von „Gutscheinen“ für neu zu pflanzende Bäume anbieten.
Bauherren bzw. Grundstücksbesitzer „spendieren“ den Aushub für die Errichtung des Hügels.
Die Beleuchtung entlang der Wege sponsort EON auf 10 Jahre mit Verlängerungsoption ( damit sich die Beteiligung an der EWG für die Stadt auch sichtbar rentiert ).
Vielleicht lässt sich auch ein Stifter für den Park finden, der dann dessen Namen trägt (ohne dass der Stifter allerdings Einfluss auf die Gestaltung nehmen kann ).
Kritische Anmerkungen:
Leider fehlen der jetzt zu überplanenden Fläche eine Reihe von Grundvoraussetzungen für eine gute Gestaltung und eine örtliche Einbindung, die eine, der Stadt Garching angemessene Weiterentwicklung zulässt:
Es fehlt eine Verbindung zur und Integration der Lindenallee.
Es fehlt eine Grünachsen-Verbindung zum Ortszentrum.
Es fehlt eine Option für die Einbindung von Mühlenpark und Obstgarten und die Weiterführung über das Landschaftsschutzgebiet bis hin zu den Isarauen. D.h. vom Stadtpark zum Landschaftspark.
Deshalb verstehen wir unsere Vorschläge zur Gestaltung des Stadtparks als wichtige Gedanken für einen ersten Bauabplanungsabschnitt.
Im Zuge der Fortschreibung des Flächennutzungsplans muss der Stadtpark in seiner optimalen Größenordnung (s.o.) zwingend festgesetzt werden.
Zur Abwicklung der Planung:
Es soll ein beschränkter Architektenwettbewerb betrieben werden, der die Fakultät Landschaftsplanung der TU-Weihenstephan ( als Beitrag für die Universitätsstadt Garching ) und maximal drei freischaffende Landschaftsarchitekten zur Planung beauftragt.
Dabei sollten alle Vorschläge, die von der Bevölkerung oder von div. Gruppierungen kommen, einbezogen und nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
Ein exemplarischer Gestaltungsvorschlag im Anhang. (JPG)
Garching, den 21.4.2010
Henrika Behler Dr. Sepp Koch
Fraktionssprecherin Vorsitzender
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